Erkältung: Ansteckung vermeiden

Hände waschen

Hände waschen

Nicht nur beim Händeschütteln können Erkältungsviren übertragen werden. Die Erreger können zum Beispiel auch auf Türgriffen oder Haltestangen im Bus haften. Händewaschen ist eine einfache und wirksame Methode, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Denn so lässt sich die Anzahl der Keime auf den Händen – und damit auch das Infektionsrisiko – deutlich reduzieren. Folgende Tipps zum Händewaschen haben sich bewährt:

Wann? Zum Beispiel immer nach dem nach Hause kommen, dem Toilettengang, dem Naseputzen, Husten oder Niesen. Immer vor den Mahlzeiten. Immer vor und nach der Zubereitung von Speisen sowie vor und nach Kontakt mit Kranken.

Wie? Gründlich einseifen – Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen nicht vergessen. Danach unter fließendem Wasser abspülen und die Hände sorgfältig abtrocknen. Die Wassertemperatur spielt keine Rolle.

Nicht ins Gesicht fassen

Nicht ins Gesicht fassen

Oft tun wir es ganz unbewusst – und genau das ist das Problem: Wir reiben uns die Augen, kratzen uns an der Nase oder halten uns das Kinn. Ohne es zu wollen, übertragen wir so die Keime von den Händen ins Gesicht. So erreichen Erkältungsviren und andere Erreger schnell ihr Ziel: die Schleimhäute in den Atemwegen. Dort können sie sich rasch vermehren und Symptome hervorrufen.

Der Griff ins Gesicht erfolgt leider oft automatisch, zum Beispiel, wenn wir uns konzentrieren oder wenn wir nervös sind. Der erste Schritt ist, sich das bewusst zu machen – und dann eine Alternative einzuüben. Statt sich an die Nase zu fassen oder die Augen zu reiben, könnte man sich zum Beispiel am Ellbogen kratzen.

Husten- und Niesetikette

Husten- und Niesetikette

Wer erkältet ist, sollte andere mit der richtigen Husten- und Niesetikette vor einer Ansteckung schützen – das bedeutet:

  • Keine Virenschleuder sein: In die Armbeuge husten oder niesen. Ansonsten fliegen die Speicheltröpfchen samt Erregern quer durch den Raum bzw. zu anderen Personen hin.
  • Einmaltaschentücher benutzen: Diese auch wirklich nur einmal verwenden und sofort entsorgen.
  • Nach dem Schnäuzen die Hände gründlich waschen.
Im Krankheitsfall: Abstand halten

Im Krankheitsfall: Abstand halten

Was in der Pandemie grundsätzlich gilt, muss zu normalen Zeiten zumindest im Krankheitsfall beachtet werden: Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern ist wichtig, um die Übertragung der Krankheitserreger von Mensch zu Mensch zu vermeiden. Wer erkältet ist, sollte sich also von anderen besser fern halten und nicht auf Kuschelkurs mit Familie und Freunden gehen. Und eigentlich versteht es sich von selbst: Tassen, Gläser und Essbesteck sollten nicht gemeinsam mit Gesunden benutzt werden.

Während der SARS-CoV-2-Pandemie prägen auch hierzulande medizinische Masken oder partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP) das Straßenbild. Ob diese Art des Selbst- und Fremdschutzes in der normalen „Erkältungssaison“ beibehalten wird, wird sich zeigen.

Innenräume regelmäßig lüften

Innenräume regelmäßig lüften

Erkältungsviren werden vorwiegend über die Luft übertragen. Je höher die Viruslast in einem Raum, desto höher ist das Risiko, sich anzustecken. Daher ist die Ansteckungsgefahr in kleinen schlecht gelüfteten Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, besonders hoch.

Egal ob zu Hause, im Büro oder in der Schule: Regelmäßiges Stoßlüften schafft Abhilfe. Denn bei weit geöffneten Fenstern strömt viel frische Luft ein und die Viruskonzentration im Raum nimmt ab.