Erkältung bei Kindern: Tipps

Ruhe und Schlaf

Ruhe und Schlaf

Bei einer Erkältung läuft das Immunsystem Ihres kleinen Patienten auf Hochtouren, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Daher braucht Ihr Kind vor allem Ruhe und viel Schlaf. Herumtoben sollte Ihr Kind bei einer Erkältung auf jeden Fall nicht – auch wenn es vielleicht recht munter wirkt. Achten Sie auf einen angepassten Tagesablauf und geeignete Beschäftigungen wie Lesen oder Malen.

Gut zu wissen: Solange kein Fieber auftritt und Ihr Kind nicht müde ist, können kurze Spaziergänge an der frischen Luft sogar hilfreich sein – gerade auch in der kalten Jahreszeit, wenn die trockene Heizungsluft die Atemwege zusätzlich reizt. Wichtig ist dann, dass Sie auf warme Kleidung achten.

Viel trinken

Viel trinken

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist das A und O bei einer Erkältung. Denn das befeuchtet die Schleimhäute in den Atemwegen und verflüssigt den Schleim, sodass dieser besser abfließen kann. Am besten eignen sich stilles Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für 1- bis 4-jährige Kinder eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens vier Gläsern à 0,2 Liter, für 4- bis 10-jährige Kinder von mindestens vier Gläsern à 0,25 Liter. 10- bis 15-Jährige sollten mindestens fünf Gläser à 0,25 Liter am Tag trinken. Der individuelle Flüssigkeitsbedarf kann auch deutlich höher ausfallen – das gilt insbesondere bei Erkältungen mit Fieber. Bieten Sie Ihrem Kind daher regelmäßig zu trinken an.

Inhalieren

Inhalieren

Inhalationen mit heißem Wasserdampf sind ein richtiger Klassiker bei Erkältung. Tatsächlich können die Dämpfe beruhigend auf die gereizten Atemwege wirken, indem sie diese befeuchten und die Schleimlösung unterstützen. Vorsicht: Bei Kindern sollte das Wasser nicht allzu heiß sein. Lassen Sie Ihr Kind außerdem niemals unbeaufsichtigt und stellen Sie sicher, dass das Gefäß mit heißem Wasser nicht umkippen kann. Spezielle Inhalationsgeräte aus der Apotheke bieten zusätzlichen Schutz vor Verbrühungen.

Wichtig: Kleinkinder und Babys sollten auf keinen Fall mit ätherischen Ölen inhalieren, da sie die Schleimhäute reizen und sogar Atemnot auslösen können.

Vorsicht bei ätherischen Ölen!

Vorsicht bei ätherischen Ölen!

Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminz und Co.: Nicht nur beim Inhalieren kommen ätherische Öle zum Einsatz – auch in vielen Erkältungssalben und -bädern sind sie enthalten. Solche Erkältungsmittel sollten Sie jedoch auf keinen Fall bei Babys und Kleinkindern anwenden, denn ätherische Öle können bei ihnen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Dazu zählen beispielsweise Krampfanfälle, Schockreaktionen und Übelkeit. Auch schwere allergische Reaktionen bis hin zu Atemnot kommen vor. Bei Säuglingen kann es zudem zu lebensbedrohlichen Verkrampfungen des Kehlkopfes kommen, die zum Atemstillstand führen.

Raumluft befeuchten

Raumluft befeuchten

Trockene Heizungsluft reizt die Atemwege und kann somit die Erkältungssymptome sogar noch verschlimmern. Achten Sie daher darauf, regelmäßig zu lüften. Feuchte Tücher über der Heizung können zudem helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Eine weitere Möglichkeit: Hängen Sie einfach Ihre frisch gewaschene Wäsche im Kinderzimmer zum Trocknen auf. So sorgen Sie für eine feuchtere Raumluft, die die gereizten Schleimhäute schont.

Lutschbonbons gegen Halsschmerzen

Lutschbonbons gegen Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen kann das Lutschen von Bonbons lindernd wirken. Denn das regt die Speichelproduktion an und befeuchtet so die gereizten Schleimhäute. Geeignet sind zum Beispiel zuckerfreie Salbeibonbons.

Wichtig: Bonbons sind nur für Kinder geeignet, die schon sicher lutschen können, ohne sich zu verschlucken!

Wann zum Arzt?

Wann zum Arzt?

Bei Babys und Kleinkindern sollten Erkältungssymptome grundsätzlich vom Kinderarzt abgeklärt werden, denn bei ihnen ist das Risiko für Komplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündungen besonders hoch. Mit älteren Kindern sollten Sie unter anderem dann zum Arzt gehen, wenn das Kind heiser wird, schlecht Luft bekommt oder starke Schmerzen hat. Auch länger als zwei Wochen anhaltender Husten sollte ärztlich abgeklärt werden. Das Gleiche gilt, wenn sich der Schleim gelblich oder rötlich verfärbt und wenn Fieber über 39 Grad Celsius steigt oder länger als drei Tage anhält.