Erkältungs-symptome

Erkältungs-symptome

Ein unangenehmes Kratzen im Hals oder ein Kribbeln in der Nase sind oft die ersten Anzeichen. Kurz darauf stellen sich dann meist Schnupfen und Husten ein. Doch ist auch Fieber typisch bei einer Erkältung? Erfahren Sie hier mehr zu den Symptomen und lesen Sie, welche Warnzeichen Anlass für einen Arztbesuch geben.

Meist sind Viren der Auslöser

Eine Erkältung, auch „grippaler Infekt“ genannt, wird in den meisten Fällen durch Viren (z. B. Adeno- oder Rhinoviren) hervorgerufen. Nur selten ist eine bakterielle Infektion die Ursache. Die Erreger befallen die Schleimhäute in den Atemwegen und lösen eine Abwehrreaktion des Immunsystems aus: Dabei schwellen die Schleimhäute an und es werden vermehrt Sekrete abgegeben. In der Folge treten Erkältungssymptome auf, die sich typischerweise nach und nach einstellen.

Gut zu wissen: Die „echte“ Grippe (Influenza) wird von Influenza-Viren ausgelöst und verläuft schwerer als eine einfache Erkältung. Mehr zum Unterschied zwischen Erkältung und Grippe

Was hilft bei Erkältung?
Viel trinken
Viel trinken
Inhalieren
Inhalieren
Mittel gegen Erkältung
Mittel gegen Erkältung
Husten- oder Halsbonbons
Husten- oder Halsbonbons

Erkältung: Erste Anzeichen

Viele kennen die ersten Anzeichen, die vermuten lassen, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Dazu gehören vor allem:

  • Frösteln
  • Kratzen im Hals
  • Kribbeln in der Nase
  • Niesreiz

Typische Symptome einer Erkältung

Im weiteren Krankheitsverlauf treten dann in der Regel Schnupfen, Husten und Halsschmerzen auf. Darüber hinaus können sich zudem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen einstellen. Auch Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen zählen zu den möglichen Symptomen.

Erkältungssymptome im Überblick

  • Niesreiz
  • Schnupfen (zuerst laufende Nase, später verstopfte Nase)
  • Husten (zunächst trockener Reizhusten, später verschleimter Husten)
  • Halsschmerzen, Heiserkeit
  • Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Erhöhte Temperatur bzw. Fieber

Gut zu wissen: Ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Erkältungssymptome auf. Normalerweise ist nach einer Woche das Schlimmste überstanden. Bei einem Viertel der Fälle kann sich eine Erkältung jedoch auch bis zu zwei Wochen hinziehen. Vor allem Husten kann hartnäckig sein und noch über mehrere Woche bestehen bleiben (postinfektiöser Reizhusten).

Mögliche Komplikationen

Im Rahmen einer Erkältung können Komplikationen auftreten, die in der Regel nicht auf Erkältungsviren zurückgehen, sondern durch eine zusätzliche Infektion mit Bakterien hervorgerufen werden (sog. Sekundärinfektion). Dazu zählen:

  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Bronchitis
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Lungenentzündung

Wann zum Arzt?

Normalerweise bessert sich eine Erkältung nach einigen Tagen und lässt sich in der Regel gut selbst behandeln. Nach zwei Wochen sollte man sich wieder vollständig gesund fühlen. In manchen Fällen ist allerdings ein Arztbesuch ratsam. Das gilt zum Beispiel, wenn folgende Warnzeichen auftreten:

  • Hohes Fieber oder Schüttelfrost
  • Starke Halsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schmerzen beim Atmen oder Husten
  • Atemnot
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Bereich von Stirn, Kiefer und Nasennebenhöhlen
  • Eitriger oder blutiger Auswurf
  • Verschlimmerung oder ausbleibende Besserung der Beschwerden

Wichtig: Schwangere, ältere Personen und Menschen mit einer chronischen Vorerkrankung sollten Erkältungssymptome grundsätzlich von einem Arzt abklären lassen. Auch wenn Babys oder Kleinkinder erkältet sind, ist ein Arztbesuch grundsätzlich notwendig und sollte frühzeitig erfolgen.

Tipps bei Erkältung

Ausreichend Ruhe

Ausreichend Ruhe

Wer trotz Erkältung weiter „Vollgas“ gibt, riskiert, dass sich die Symptome verschlimmern oder sich sogar Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) entwickeln. Um das zu vermeiden und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, braucht der Körper jetzt ausreichend Ruhe. Denn Medikamente können zwar die Symptome lindern, doch die Erkältungsviren muss der Körper aus eigener Kraft bekämpfen. Daher gilt:

  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung.
  • Gehen Sie früh zu Bett und schlafen Sie ausreichend.
  • Ruhen Sie sich auch tagsüber nach Möglichkeit aus.
Viel trinken

Viel trinken

Eine weitere goldene Regel bei Husten, Schnupfen und Halsweh lautet: Viel trinken. Denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt die Verflüssigung der Sekrete in den Atemwegen, sodass der Schleim besser abtransportiert werden kann. Mindestens 1,5 Liter pro Tag sollten es schon sein. Warmer Tee tut besonders gut. Dabei kann man zum Beispiel auf bewährte Husten- und Erkältungstees wie etwa Holunderblüten-, Lindenblüten- oder Kamillentee zurückgreifen. Auch eine Hühnersuppe sorgt für ein Plus an Flüssigkeit und macht angenehm satt.

Gut zu wissen: Bei älteren Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen kann eine Anpassung der Trinkmenge erforderlich sein. Sie sollten daher ihren Arzt um Rat fragen.

Inhalieren

Inhalieren

Wasserdampf-Inhalationen zählen zum Basisprogramm bei Erkältungen: Das Einatmen der warmen Dämpfe kurbelt die Durchblutung der Schleimhäute an und löst festsitzenden Schleim. Dabei ist es ganz egal, ob man ganz klassisch eine Schüssel mit heißem Wasser verwendet oder auf ein Inhalationsgerät aus der Apotheke zurückgreift. Achten Sie darauf, dass das Gefäß nicht umkippen kann – so können schlimme Verbrühungen vermieden werden. Wer mag, kann Zusätze wie Salz, Kamille oder ätherische Öle (nicht für Babys und Kleinkinder geeignet!) mit ins Wasser geben. Wichtig: Prüfen sie vorab vorsichtig, ob die Temperatur des Wasserdampfs bereits zum Inhalieren geeignet ist.

Extra-Tipp: Auch isotone, salzhaltige Nasenspülungen können bei Schnupfen und verstopfter Nase lindernd wirken.

Frische Luft

Frische Luft

Wenn Sie nicht gerade Fieber haben, ist gegen einen kleinen Spaziergang nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil: Die frische Luft tut gut und sorgt dafür, dass die Atemwege befeuchtet werden. Achten Sie darauf, dass Sie schön warm eingepackt sind.

Vor allem in der Heizperiode ist in Innenräumen regelmäßiges Stoßlüften wichtig – denn dadurch steigt der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft und einem Austrocknen der angegriffenen Schleimhäute kann vorgebeugt werden.

Symptome lindern

Symptome lindern

Nach ein paar Tagen ist in der Regel das Schlimmste überstanden. Doch Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten oder Gliederschmerzen können mitunter sehr belastend sein. Niemand muss sie ohne Gegenwehr hinnehmen. Neben den allgemeinen Maßnahmen, die den Heilungsprozess unterstützen, können verschiedene rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke sinnvoll sein, um die Erkältungsbeschwerden zuverlässig lindern. Grundsätzlich unterscheidet man Präparate wie zum Beispiel Nasenspray oder Hustenlöser, die gezielt gegen ein bestimmtes Symptom wirken, von sogenannten Kombi-Präparaten, die mehrere Wirkstoffe enthalten und gegen verschiedene Erkältungsbeschwerden gleichzeitig wirken. Schmerzmittel bzw. fiebersenkende Mittel können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Nicht rauchen

Nicht rauchen

Wer erkältet ist, sollte unbedingt aufs Rauchen verzichten. Denn Tabakrauch reizt die ohnehin schon angegriffenen Schleimhäute in den Atemwegen zusätzlich und kann zum Beispiel den Erkältungshusten noch weiter verschlimmern. Das gilt übrigens unabhängig davon, ob man selbst raucht oder den Zigarettenrauch anderer einatmet. Zudem kann der blaue Dunst auch das Immunsystem schwächen – so ist es nicht verwunderlich, dass Raucher besonders anfällig für Atemwegsinfektionen sind.

Im Zweifel zum Arzt

Im Zweifel zum Arzt

Eine gewöhnliche Erkältung lässt sich in der Regel gut in Eigenregie behandeln. In manchen Fällen ist es allerdings wichtig, ärztlichen Rat einzuholen. Das gilt zum Beispiel bei hohem Fieber, bei Ohrenschmerzen, starken Halsschmerzen, eitrigem Auswurf, starken Kopf- und Gliederschmerzen – oder, wenn sich die Beschwerden nach einigen Tagen nicht bessern.

Wichtig: Bei Schwangeren, älteren Menschen, chronisch Kranken und kleinen Kindern sollten Erkältungsbeschwerden grundsätzlich abgeklärt werden – Medikamente sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt zum Einsatz kommen.

Erkältung: Häufige Fragen

In den meisten Fällen sind Viren die Ursache einer Erkältung (auch grippaler Infekt genannt). Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die erkältungstypische Symptome hervorrufen können. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Rhinoviren, die hinter etwa der Hälfte aller Erkältungskrankheiten stecken. Nur selten liegt eine bakterielle Infektion zugrunde. Gut zu wissen: Kälte allein reicht nicht aus, um eine Erkältung auszulösen – aber sie macht unsere Schleimhäute anfälliger für die Krankheitserreger.

Mehr über die Erreger und Ansteckungswege

Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Niesreiz und leichtes Frösteln – das können die ersten Anzeichen dafür sein, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Im Verlauf kommt es dann zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten.

Mehr über die Symptome erfahren

Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sich zunächst einmal etwas Ruhe gönnen und viel trinken. Um Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu lindern, stehen in der Apotheke rezeptfreie Mittel zur Verfügung. Bei verstopfter Nase etwa kann ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig für besseres Durchatmen sorgen. Schleimlösende Mittel können bei festsitzendem Husten oder Sekretstau in der Nase sinnvoll sein. Und bei Halsschmerzen können mitunter wirkstoffhaltige Lutschtabletten oder Halssprays Linderung verschaffen. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Schmerzmittel infrage.

Mehr über Mittel gegen Erkältung erfahren

In der Regel ist nach 7 Tagen das Schlimmste überstanden. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich eine Erkältung auch mal länger hinzieht. Insbesondere Husten kann recht hartnäckig sein. Wichtig ist, dass man seinem Körper Ruhe gönnt – ansonsten kann eine Erkältung auch leicht verschleppt werden und Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) nach sich ziehen.

Mehr erfahren

Eine gewöhnliche Erkältung kündigt sich normalerweise mit einem leichten Halskratzen und einem Kribbeln in der Nase an. Die typischen Symptome stellen sich langsam ein und Fieber ist bei Erwachsenen eher eine Seltenheit. Im Gegensatz dazu ist eine „echte“ Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn gekennzeichnet: Fieber tritt häufig auf und setzt auch schnell ein. Kopf- und Gliederschmerzen sind bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung besonders stark ausgeprägt.

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Hätten Sie's gewusst?

Die meisten Erkältungen werden von Viren ausgelöst. 200 verschiedene Arten solcher Erkältungsviren sind bislang bekannt.1

30 bis 50 Prozent der Erkältungen werden von sogenannten Rhinoviren ausgelöst.1 Aber auch Coronaviren, Adenoviren und bestimmte Bakterien können die typischen Beschwerden auslösen.

Da es so viele verschiedene Erkältungsviren gibt, muss unser Immunsystem jedes Mal neu lernen, diese abzuwehren. Daher haben wir immer wieder mit den lästigen Symptomen zu kämpfen.2

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, daher sind sie bei einer Erkältung in der Regel wirkungslos. Sie sollten nur gezielt zum Einsatz kommen, wenn Bakterien an der Erkrankung beteiligt sind.

Erkältungen werden oft auch als „grippaler Infekt“ bezeichnet. Allerdings verläuft eine Erkältung wesentlich harmloser als die „echte“ Grippe, die von sogenannten Influenzaviren ausgelöst wird.1, 2

Meist ist eine Erkältung nach etwa einer Woche ausgestanden. Einzelne Symptome können aber länger anhalten. Vor allem Husten kann hartnäckig sein und klingt manchmal erst nach rund drei Wochen ab.2

Erwachsene erkälten sich im Schnitt zwei- bis viermal pro Jahr.2 Geht man davon aus, dass jede Erkältung etwa eine Woche dauert, war man also im Alter von 75 Jahren rund vier Jahre erkältet.

Kinder sind besonders häufig erkältet: Sechs bis zehn Erkältungen im Jahr sind bei ihnen ganz normal.2

Schlafmangel kann das Schnupfenrisiko deutlich erhöhen. In einer Studie waren Menschen mit weniger als 6 Stunden Schlaf rund 4-mal so anfällig wie Personen, die mindestens 7 Stunden schliefen. Wer weniger als 5 Stunden schlief, hatte sogar ein 4,5-mal höheres Risiko.3

Auf trockenen Oberflächen wie Türklinken haften ansteckende Rhinoviren mindestens zwei Stunden lang – im Extremfall sogar bis zu sieben Tage lang.4 Bester Schutz vor Ansteckung ist und bleibt daher eine gründliche Händehygiene.

  • 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
  • 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
  • 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
  • 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/