Mittel gegen Erkältung

Mittel gegen Erkältung

In der Apotheke stehen verschiedene rezeptfreie Medikamente zur Verfügung, die Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen oder Kopf- und Gliederschmerzen zuverlässig lindern können. Erfahren Sie hier mehr über die Wirkstoffe und Darreichungsformen.

Medikamente bei Erkältung

Wer erkältet ist, sollte seinem Körper zunächst einmal die nötige Ruhe gönnen und viel trinken. Zur gezielten Linderung von Erkältungsbeschwerden können zusätzlich rezeptfreie Medikamente eingesetzt werden. In Abhängigkeit davon, welche Symptome behandelt werden sollen, stehen für Erwachsene verschiedene Optionen zur Verfügung:

Abschwellende Nasensprays befreien die verstopfte Nase rasch und zuverlässig, dürfen jedoch nur über wenige Tage angewendet werden. Nasensprays auf Basis von Salzwasser reinigen und befeuchten die Nasenschleimhäute und können ebenfalls gute Dienste leisten.

Bei verschleimtem Husten können Schleimlöser (Hustenlöser) eingesetzt werden. Bei quälendem Reizhusten, der vor allem nachts auftritt, kommen mitunter Hustenstiller infrage.

Lutschtabletten, Halssprays oder Gurgellösungen mit Wirkstoffen, die lokal schmerzbetäubend wirken, können zur Linderung der Halsbeschwerden eingesetzt werden.

Bei erkältungsbedingten Schmerzen wie Hals-, Kopf- oder Gliederschmerzen und Fieber kann die Einnahme von Tabletten mit schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkstoffen empfohlen werden.

Gut zu wissen: Wenn mehrere Symptome wie etwa eine verstopfte Nase, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen bestehen, können Erkältungspräparate sinnvoll sein, die unterschiedliche Wirkstoffe enthalten und mehrere Symptome gleichzeitig bekämpfen können.

Wichtig: Lesen Sie immer sorgfältig die Packungsbeilage, bevor Sie Arzneimittel selbst anwenden oder anderen verabreichen und fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Erkältung: Häufige Fragen

In den meisten Fällen sind Viren die Ursache einer Erkältung (auch grippaler Infekt genannt). Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die erkältungstypische Symptome hervorrufen können. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Rhinoviren, die hinter etwa der Hälfte aller Erkältungskrankheiten stecken. Nur selten liegt eine bakterielle Infektion zugrunde. Gut zu wissen: Kälte allein reicht nicht aus, um eine Erkältung auszulösen – aber sie macht unsere Schleimhäute anfälliger für die Krankheitserreger.

Mehr über die Erreger und Ansteckungswege

Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Niesreiz und leichtes Frösteln – das können die ersten Anzeichen dafür sein, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Im Verlauf kommt es dann zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten.

Mehr über die Symptome erfahren

Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sich zunächst einmal etwas Ruhe gönnen und viel trinken. Um Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu lindern, stehen in der Apotheke rezeptfreie Mittel zur Verfügung. Bei verstopfter Nase etwa kann ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig für besseres Durchatmen sorgen. Schleimlösende Mittel können bei festsitzendem Husten oder Sekretstau in der Nase sinnvoll sein. Und bei Halsschmerzen können mitunter wirkstoffhaltige Lutschtabletten oder Halssprays Linderung verschaffen. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Schmerzmittel infrage.

Mehr über Mittel gegen Erkältung erfahren

In der Regel ist nach 7 Tagen das Schlimmste überstanden. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich eine Erkältung auch mal länger hinzieht. Insbesondere Husten kann recht hartnäckig sein. Wichtig ist, dass man seinem Körper Ruhe gönnt – ansonsten kann eine Erkältung auch leicht verschleppt werden und Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) nach sich ziehen.

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Eine gewöhnliche Erkältung kündigt sich normalerweise mit einem leichten Halskratzen und einem Kribbeln in der Nase an. Die typischen Symptome stellen sich langsam ein und Fieber ist bei Erwachsenen eher eine Seltenheit. Im Gegensatz dazu ist eine „echte“ Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn gekennzeichnet: Fieber tritt häufig auf und setzt auch schnell ein. Kopf- und Gliederschmerzen sind bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung besonders stark ausgeprägt.

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Hätten Sie's gewusst?

Die meisten Erkältungen werden von Viren ausgelöst. 200 verschiedene Arten solcher Erkältungsviren sind bislang bekannt.1

30 bis 50 Prozent der Erkältungen werden von sogenannten Rhinoviren ausgelöst.1 Aber auch Coronaviren, Adenoviren und bestimmte Bakterien können die typischen Beschwerden auslösen.

Da es so viele verschiedene Erkältungsviren gibt, muss unser Immunsystem jedes Mal neu lernen, diese abzuwehren. Daher haben wir immer wieder mit den lästigen Symptomen zu kämpfen.2

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, daher sind sie bei einer Erkältung in der Regel wirkungslos. Sie sollten nur gezielt zum Einsatz kommen, wenn Bakterien an der Erkrankung beteiligt sind.

Erkältungen werden oft auch als „grippaler Infekt“ bezeichnet. Allerdings verläuft eine Erkältung wesentlich harmloser als die „echte“ Grippe, die von sogenannten Influenzaviren ausgelöst wird.1, 2

Meist ist eine Erkältung nach etwa einer Woche ausgestanden. Einzelne Symptome können aber länger anhalten. Vor allem Husten kann hartnäckig sein und klingt manchmal erst nach rund drei Wochen ab.2

Erwachsene erkälten sich im Schnitt zwei- bis viermal pro Jahr.2 Geht man davon aus, dass jede Erkältung etwa eine Woche dauert, war man also im Alter von 75 Jahren rund vier Jahre erkältet.

Kinder sind besonders häufig erkältet: Sechs bis zehn Erkältungen im Jahr sind bei ihnen ganz normal.2

Schlafmangel kann das Schnupfenrisiko deutlich erhöhen. In einer Studie waren Menschen mit weniger als 6 Stunden Schlaf rund 4-mal so anfällig wie Personen, die mindestens 7 Stunden schliefen. Wer weniger als 5 Stunden schlief, hatte sogar ein 4,5-mal höheres Risiko.3

Auf trockenen Oberflächen wie Türklinken haften ansteckende Rhinoviren mindestens zwei Stunden lang – im Extremfall sogar bis zu sieben Tage lang.4 Bester Schutz vor Ansteckung ist und bleibt daher eine gründliche Händehygiene.

  • 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
  • 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
  • 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
  • 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/