Hilfe bei Kopf- und Gliederschmerzen

Hilfe bei Kopf- und Gliederschmerzen

Der Schädel brummt und es tut einfach alles weh – im Verlauf einer Erkältung können auch Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Manchmal stellt sich zudem Fieber ein. Wichtig ist es jetzt, dem Körper die nötige Ruhe zu gönnen. Zusätzlich können Medikamente mit schmerzlindernder und fiebersenkender Wirkung sinnvoll sein.

Schmerzen und Fieber bei Erkältung

Bei einem grippalen Infekt bleibt es oft nicht bei Schnupfen, Husten und Halsschmerzen.

Kopf- und Gliederschmerzen zählen ebenfalls zu den möglichen Symptomen bei einer Erkältung. Die Ursache liegt in der Abwehrreaktion des Körpers gegen den Infekt, bei der Entzündungsbotenstoffe freigesetzt werden, die Schmerzen auslösen können.

Kopfschmerzen gehen häufig auch auf den Schnupfen zurück: Denn oft sind dann die Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen entzündet und angeschwollen. Das kann ein unangenehmes Druckgefühl im Kopf auslösen.

Fieber tritt ebenfalls bei vielen Infektionskrankheiten auf. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv ist und die eingedrungenen Krankheitserreger bekämpft. So kann auch bei einer Erkältung die Körpertemperatur leicht ansteigen.

Schmerzen und Fieber bei Erkältung: Wann zum Arzt?

Starke Kopf- und Gliederschmerzen und hohes Fieber sind eher untypisch für eine einfache Erkältung. Da sie z. B. auf eine "echte" Grippe (Influenza) oder eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung hindeuten können, ist ein Arztbesuch ratsam.

Bei Schwangeren, kleinen Kindern sowie älteren Menschen und chronisch Kranken sollten Erkältungssymptome grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.

Welche Maßnahmen können helfen?

Folgende allgemeine Maßnahmen können bei Schmerzen und Fieber im Rahmen einer Erkältung wohltuende Effekte haben und den Heilungsprozess unterstützen:

Ruhe und ausreichend Schlaf: Schonen Sie sich und achten Sie auf ausreichend Schlaf. Ihr Körper braucht jetzt die nötige Ruhe, um den Infekt in den Griff zu bekommen.

Wärme bei Gliederschmerzen: Ein heißer Tee (z. B. Lindenblütentee), eine Wärmflasche oder ein warmes Bad tun bei schmerzenden Armen und Beinen oft gut.

Bei Kopfschmerzen kann Kälte helfen: Legen Sie ein in kaltem Wasser getränktes Tuch auf die Stirn, das kann zumindest etwas Linderung verschaffen. Inhalationen unterstützen die Schleimlösung in den Atemwegen und können so die Entzündung und den Druck im Kopf lindern.

Bei Fieber viel trinken: Wenn die Körpertemperatur ansteigt, verliert der Körper durch das vermehrte Schwitzen Flüssigkeit. Diese sollte durch ausreichendes Trinken ersetzt werden. Als Hausmittel können außerdem kühlende Wadenwickel angewendet werden, die einen leicht fiebersenkenden Effekt haben. Die Temperatur der Wickel sollte nur wenige Grad unter der aktuellen Körpertemperatur liegen. Wadenwickel dürfen nicht zum Einsatz kommen, wenn man friert oder die Füße kalt sind.

Grundsätzlich gilt bei Erkältungsschnupfen und verschleimtem Husten: Viel trinken – denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Schleimlösung in den Atemwegen.

Schmerzmittel bei Erkältung

In der Regel klingen erkältungsbedingte Schmerzen und Fieber nach kurzer Zeit ab. Sie können allerdings auch sehr unangenehm sein. Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun. Denn für diesen Fall stehen in der Apotheke bewährte Präparate zur Verfügung, die zuverlässig Abhilfe schaffen können.

Schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel: Um die Beschwerden zu lindern, können Wirkstoffe zum Einsatz kommen, die zugleich schmerzlindernd und fiebersenkend wirken. Bei Erwachsenen kommen Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure (ASS) infrage. Die sogenannten nicht steroidalen Antiphlogistika (NSAR) Ibuprofen, ASS und Diclofenac haben zusätzlich zur schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkung auch antientzündliche Effekte. Wichtig: Acetylsalicylsäure darf Kindern nicht verabreicht werden.

Erkältungspräparate mit kombinierten Wirkstoffen: Oft wird der Erkältungsschnupfen von Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber begleitet. In diesem Fall können spezielle Kombinationspräparate infrage kommen: Sie enthalten zum Beispiel eine Wirkstoff-Kombination, die nicht nur abschwellend auf die Nasenschleimhaut wirkt, sondern gleichzeitig auch die Schmerzen und die Entzündung lindert und das Fieber senkt.

Wichtig: Werden Schmerzen und Fieber durch entsprechende Medikamente wirksam gelindert, neigen viele Erkältungspatienten dazu, zur Tagesordnung überzugehen. Achten Sie darauf, dass Sie sich trotzdem ausreichend Ruhe gönnen, damit der Infekt gut ausheilen kann.

Tipps bei Erkältung

Ausreichend Ruhe

Ausreichend Ruhe

Wer trotz Erkältung weiter „Vollgas“ gibt, riskiert, dass sich die Symptome verschlimmern oder sich sogar Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) entwickeln. Um das zu vermeiden und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, braucht der Körper jetzt ausreichend Ruhe. Denn Medikamente können zwar die Symptome lindern, doch die Erkältungsviren muss der Körper aus eigener Kraft bekämpfen. Daher gilt:

  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung.
  • Gehen Sie früh zu Bett und schlafen Sie ausreichend.
  • Ruhen Sie sich auch tagsüber nach Möglichkeit aus.
Viel trinken

Viel trinken

Eine weitere goldene Regel bei Husten, Schnupfen und Halsweh lautet: Viel trinken. Denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt die Verflüssigung der Sekrete in den Atemwegen, sodass der Schleim besser abtransportiert werden kann. Mindestens 1,5 Liter pro Tag sollten es schon sein. Warmer Tee tut besonders gut. Dabei kann man zum Beispiel auf bewährte Husten- und Erkältungstees wie etwa Holunderblüten-, Lindenblüten- oder Kamillentee zurückgreifen. Auch eine Hühnersuppe sorgt für ein Plus an Flüssigkeit und macht angenehm satt.

Gut zu wissen: Bei älteren Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen kann eine Anpassung der Trinkmenge erforderlich sein. Sie sollten daher ihren Arzt um Rat fragen.

Inhalieren

Inhalieren

Wasserdampf-Inhalationen zählen zum Basisprogramm bei Erkältungen: Das Einatmen der warmen Dämpfe kurbelt die Durchblutung der Schleimhäute an und löst festsitzenden Schleim. Dabei ist es ganz egal, ob man ganz klassisch eine Schüssel mit heißem Wasser verwendet oder auf ein Inhalationsgerät aus der Apotheke zurückgreift. Achten Sie darauf, dass das Gefäß nicht umkippen kann – so können schlimme Verbrühungen vermieden werden. Wer mag, kann Zusätze wie Salz, Kamille oder ätherische Öle (nicht für Babys und Kleinkinder geeignet!) mit ins Wasser geben. Wichtig: Prüfen sie vorab vorsichtig, ob die Temperatur des Wasserdampfs bereits zum Inhalieren geeignet ist.

Extra-Tipp: Auch isotone, salzhaltige Nasenspülungen können bei Schnupfen und verstopfter Nase lindernd wirken.

Frische Luft

Frische Luft

Wenn Sie nicht gerade Fieber haben, ist gegen einen kleinen Spaziergang nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil: Die frische Luft tut gut und sorgt dafür, dass die Atemwege befeuchtet werden. Achten Sie darauf, dass Sie schön warm eingepackt sind.

Vor allem in der Heizperiode ist in Innenräumen regelmäßiges Stoßlüften wichtig – denn dadurch steigt der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft und einem Austrocknen der angegriffenen Schleimhäute kann vorgebeugt werden.

Symptome lindern

Symptome lindern

Nach ein paar Tagen ist in der Regel das Schlimmste überstanden. Doch Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten oder Gliederschmerzen können mitunter sehr belastend sein. Niemand muss sie ohne Gegenwehr hinnehmen. Neben den allgemeinen Maßnahmen, die den Heilungsprozess unterstützen, können verschiedene rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke sinnvoll sein, um die Erkältungsbeschwerden zuverlässig lindern. Grundsätzlich unterscheidet man Präparate wie zum Beispiel Nasenspray oder Hustenlöser, die gezielt gegen ein bestimmtes Symptom wirken, von sogenannten Kombi-Präparaten, die mehrere Wirkstoffe enthalten und gegen verschiedene Erkältungsbeschwerden gleichzeitig wirken. Schmerzmittel bzw. fiebersenkende Mittel können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Nicht rauchen

Nicht rauchen

Wer erkältet ist, sollte unbedingt aufs Rauchen verzichten. Denn Tabakrauch reizt die ohnehin schon angegriffenen Schleimhäute in den Atemwegen zusätzlich und kann zum Beispiel den Erkältungshusten noch weiter verschlimmern. Das gilt übrigens unabhängig davon, ob man selbst raucht oder den Zigarettenrauch anderer einatmet. Zudem kann der blaue Dunst auch das Immunsystem schwächen – so ist es nicht verwunderlich, dass Raucher besonders anfällig für Atemwegsinfektionen sind.

Im Zweifel zum Arzt

Im Zweifel zum Arzt

Eine gewöhnliche Erkältung lässt sich in der Regel gut in Eigenregie behandeln. In manchen Fällen ist es allerdings wichtig, ärztlichen Rat einzuholen. Das gilt zum Beispiel bei hohem Fieber, bei Ohrenschmerzen, starken Halsschmerzen, eitrigem Auswurf, starken Kopf- und Gliederschmerzen – oder, wenn sich die Beschwerden nach einigen Tagen nicht bessern.

Wichtig: Bei Schwangeren, älteren Menschen, chronisch Kranken und kleinen Kindern sollten Erkältungsbeschwerden grundsätzlich abgeklärt werden – Medikamente sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt zum Einsatz kommen.

Erkältung: Häufige Fragen

In den meisten Fällen sind Viren die Ursache einer Erkältung (auch grippaler Infekt genannt). Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die erkältungstypische Symptome hervorrufen können. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Rhinoviren, die hinter etwa der Hälfte aller Erkältungskrankheiten stecken. Nur selten liegt eine bakterielle Infektion zugrunde. Gut zu wissen: Kälte allein reicht nicht aus, um eine Erkältung auszulösen – aber sie macht unsere Schleimhäute anfälliger für die Krankheitserreger.

Mehr über die Erreger und Ansteckungswege

Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Niesreiz und leichtes Frösteln – das können die ersten Anzeichen dafür sein, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Im Verlauf kommt es dann zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten.

Mehr über die Symptome erfahren

Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sich zunächst einmal etwas Ruhe gönnen und viel trinken. Um Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu lindern, stehen in der Apotheke rezeptfreie Mittel zur Verfügung. Bei verstopfter Nase etwa kann ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig für besseres Durchatmen sorgen. Schleimlösende Mittel können bei festsitzendem Husten oder Sekretstau in der Nase sinnvoll sein. Und bei Halsschmerzen können mitunter wirkstoffhaltige Lutschtabletten oder Halssprays Linderung verschaffen. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Schmerzmittel infrage.

Mehr über Mittel gegen Erkältung erfahren

In der Regel ist nach 7 Tagen das Schlimmste überstanden. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich eine Erkältung auch mal länger hinzieht. Insbesondere Husten kann recht hartnäckig sein. Wichtig ist, dass man seinem Körper Ruhe gönnt – ansonsten kann eine Erkältung auch leicht verschleppt werden und Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) nach sich ziehen.

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Eine gewöhnliche Erkältung kündigt sich normalerweise mit einem leichten Halskratzen und einem Kribbeln in der Nase an. Die typischen Symptome stellen sich langsam ein und Fieber ist bei Erwachsenen eher eine Seltenheit. Im Gegensatz dazu ist eine „echte“ Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn gekennzeichnet: Fieber tritt häufig auf und setzt auch schnell ein. Kopf- und Gliederschmerzen sind bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung besonders stark ausgeprägt.

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Hätten Sie's gewusst?

Die meisten Erkältungen werden von Viren ausgelöst. 200 verschiedene Arten solcher Erkältungsviren sind bislang bekannt.1

30 bis 50 Prozent der Erkältungen werden von sogenannten Rhinoviren ausgelöst.1 Aber auch Coronaviren, Adenoviren und bestimmte Bakterien können die typischen Beschwerden auslösen.

Da es so viele verschiedene Erkältungsviren gibt, muss unser Immunsystem jedes Mal neu lernen, diese abzuwehren. Daher haben wir immer wieder mit den lästigen Symptomen zu kämpfen.2

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, daher sind sie bei einer Erkältung in der Regel wirkungslos. Sie sollten nur gezielt zum Einsatz kommen, wenn Bakterien an der Erkrankung beteiligt sind.

Erkältungen werden oft auch als „grippaler Infekt“ bezeichnet. Allerdings verläuft eine Erkältung wesentlich harmloser als die „echte“ Grippe, die von sogenannten Influenzaviren ausgelöst wird.1, 2

Meist ist eine Erkältung nach etwa einer Woche ausgestanden. Einzelne Symptome können aber länger anhalten. Vor allem Husten kann hartnäckig sein und klingt manchmal erst nach rund drei Wochen ab.2

Erwachsene erkälten sich im Schnitt zwei- bis viermal pro Jahr.2 Geht man davon aus, dass jede Erkältung etwa eine Woche dauert, war man also im Alter von 75 Jahren rund vier Jahre erkältet.

Kinder sind besonders häufig erkältet: Sechs bis zehn Erkältungen im Jahr sind bei ihnen ganz normal.2

Schlafmangel kann das Schnupfenrisiko deutlich erhöhen. In einer Studie waren Menschen mit weniger als 6 Stunden Schlaf rund 4-mal so anfällig wie Personen, die mindestens 7 Stunden schliefen. Wer weniger als 5 Stunden schlief, hatte sogar ein 4,5-mal höheres Risiko.3

Auf trockenen Oberflächen wie Türklinken haften ansteckende Rhinoviren mindestens zwei Stunden lang – im Extremfall sogar bis zu sieben Tage lang.4 Bester Schutz vor Ansteckung ist und bleibt daher eine gründliche Händehygiene.

  • 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
  • 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
  • 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
  • 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/